Mit zahlreichen Digitalisaten bibliophiler Raritäten bietet die Universitäts- und Landesbibliothek der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf dem interessierten Nutzer die Möglichkeit, die historischen Werke online am Bildschirm aufzurufen und zu studieren (siehe: https://www.ulb.hhu.de/services/recherchieren).
Familienforschern mit dem Forschungsschwerpunkt Düsseldorf finden im Portal ein besonders interessantes Werk von J. Liebesleben, Düsseldorf 1830:
Düsseldorfs schönste Kirchhofsmonumente
"Seinem heimgegangenen theuren Freunde P.D. Friedrich, setzt dieses Denkmal aus Freundschaft und Liebe der Verfasser" heißt es im Innentitel. Unter dem Eindruck des Verlustes seines Freundes verfasste der Autor nach einem Rundgang über den Golzheimer Friedhof eine Beschreibung der zu seiner Zeit bemerkenswerten Grabsteine und Denkmäler mit den Inschriften derselben. Im Anhang des Werkes findet man eine Auswahl von 30 Lithographien derselben.
Nach Durchsicht des historischen "Kirchhofführers" hat der Familienforscher Horst-Ulrich Osmann alle 358 zitierten Grabinschriften mit Namen, Daten und teilweise auch knappen Angaben zu Berufen, sozialer Stellung und Familienstand der Verstorbenen extrahiert und in einer Tabelle zusammengefasst, die den Forschenden hier zur Verfügung gestellt wird.
Es finden sich die Namen von Adeligen und Geistlichen, von hohen Beamten, Militärs und bürgerlichen Verstorbenen. Man erfährt, dass die Brüder Sackermann im jugendlichen Alter 1820 im Rhein ertranken oder das M.A. Meeks 1818 durch Raubmörderhand starb.Der Gliederung des Autors folgenden, sind die Angaben zu den katholischen Verstorbenen unter den Nummern 1 bis 234 zu finden; die Reformierten folgen mit den Nummern 235 bis 358.

Der alte Golzheimer Friedhof, einst vor den Toren der Stadt gelegen und heute von Bebauung umgeben, ist eine der bedeutenden historischen Grünanlagen Düsseldorfs. Zusammen mit dem Alten Friedhof in Bonn und dem Kölner Friedhof Melaten zählt er zu den wichtigsten historischen Friedhofsanlagen in Nordrhein-Westfalen. Seit 1982 steht der Friedhof unter Denkmalschutz. Wie in vielen anderen größeren Städten auch wurde in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts in der Altstadt der Kirchhof an der Stiftskirche St. Lambertus wegen Überbele-gung und hygienisch unhaltbarer Zustände geschlossen. Der als Ersatz errichtete katholische Friedhof vor dem Flingertor im Bereich der heutigen Benrather Straße/ Steinstraße erwies sich nach der 1802 begonnenen Schleifung der Befestigungs-anlagen als Hindernis für die Ausdehnung der Stadt. Man entschloss sich daher, diesen Friedhof aufzugeben und in einem erheblich weiteren Abstand von der damaligen Stadtgrenze weiter im Norden beim Dorf Golzheim einen neuen kommunalen Begräbnisplatz anzulegen.
https://www.duesseldorf.de/stadtgruen/park/golzheimer-friedhof/
